Esskultur und Kautraining

Warum Kauschulung?

Genuss ohne Reue. Das wollen wir doch alle. Was ist das für ein Genuss, wenn man nach dem Essen Bauchbeschwerden bekommt? Es geht um die Qualität der Verdauung. Da heute die meisten Menschen zu schnell, zu wenig gekaut und nicht in entspannter Atmosphäre essen, leiden viele unter einer Fehlverdauung. Dabei entstehen im Bauch Gärungs- und Fäulnisstoffe. Diese führen wiederum zu vielen chronischen Beschwerden.

Wichtigste Bedingung: Essen muss Spass machen!
Kaut man lange, hat man pro Gramm Nahrungsmittel entsprechend längeren Genuss!

„Nahrung ist nur nützlich für den Menschen, wenn sie optimal verdaut wird.“
Dr. F.X. Mayr (1875 – 1965)

 

 

Jetzt geht’s los! Echtes Kautraining!

Vorbereitung
Vor dem ersten Bissen sollte man sich in ruhiger Umgebung befinden und sich entspannen. Ideal ist es, ein ernstgemeintes Danke zu denken oder sogar laut auszusprechen. Das führt nachweislich zum Anstieg von Acetylcholin, dem Hormon der Verdauung aus dem unwillkürlichen Nervensystem.

Nicht ans Trinken denken
Wenn man nun den ersten Bissen an den Mund führt, ist es sinnvoll, nicht an Wasser oder etwas Flüssiges zu denken. Dann stoppt nämlich das Gehirn schlagartig die Produktion von Speichel.

Der erste Bissen
Dann gibt man diesen ersten Bissen des Kautrainers (das ist eine halbe, drei Tage alte, glutenfreie Semmel/Brötchen oder ein kleines Stück Brot) in den Mund, schliesst die Lippen und legt das Besteck ab.

Saugen
Bevor man mit dem Kauen beginnt, saugt man bei geschlossenem Mund ein paar Sekunden lang. So fliesst eine Flüssigkeit in den Mund: der Mundspeichel (inklusive Mucin). Die Speicheldrüsen sind also unterdrucksensibel. Auf diese Weise kann man die Menge des Speichels für die Vorverdauung um ein Vielfaches erhöhen. Dann liegt also schon der Bissen in einem Bad von Speichel.

Viel Kauen
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Kauen zu beginnen. Man staunt anfangs, wie schnell dann selbst sehr trockene Nahrungsmittel aufweichen und sich zerkleinern lassen.

Drüsen-Training
Die Kauschulung hat längerfristig auch Auswirkungen auf die Speicheldrüsen selbst. Wie ein Muskel beim Krafttraining werden die Drüsen trainiert. So vermehrt sich allmählich die Speichelmenge, die eine Mundspeicheldrüse in einer bestimmten Zeit bilden kann. Epigenetische Regulationen vergrössern die Enzymmenge im Speichel. Die Verdauung wird also systematisch verbessert.

Schlucken
Damit man nicht zu früh den Schluckreflex auslöst, hält man mit der Zunge die Speise eher im vorderen Bereich des Mundes. Dazu hält man den hinteren (rachennahen) Teil der Zunge hoch und schliesst damit den Weg zum Rachen ab. Gelangt nämlich etwas an den hinteren Zungenrand oder gar in den Rachen, wird reflektorisch der Schluckvorgang eingeleitet, und den kann man willentlich nicht mehr stoppen.

Wann ist es genug?
Nach einer Mahlzeit sollte sich der Bauch entspannt gefüllt anfühlen. Völlegefühl oder gar Sodbrennen sind Signale, dass die Mahlzeit zu gross war.

 

 

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